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Radialsystem

Efluente, Berlim

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Das Radialsystem zur Entwässerung von Berlin wurde nach Plänen von James Hobrecht entwickelt und zwischen 1873 und 1909 erbaut. Die damalige Stadt wurde für den Bau der Kanalisation in zwölf Gebiete eingeteilt, deren Abwässer jeweils an einem tiefsten Punkt zusammenlaufen und von dort aus jeweils mit einem Pumpwerk zu den Berliner Rieselfeldern ins Umland gepumpt wurden. Dadurch konnte eine ungeklärte Einleitung in die Spree vermieden werden. Das System ist bis heute in Betrieb und bildet den Kern der Berliner Mischwasserkanalisation. In später kanalisierten Gebieten wurden Trennsysteme mit zwei Kanälen für Schmutz- und Regenwasser gebaut. Einige Altbausiedlungen werden erst bis 2030 angeschlossen. Für die dampfbetriebenen Pumpwerke wurden große Hallen gebaut, die teilweise heute noch stehen. Die Pumpen sind inzwischen durch modernere ersetzt worden, die größtenteils unterirdisch liegen und weniger Platz benötigen. Einige Teile der alten Anlagen sind museal erhalten. Die zu entwässernden Flächen im zentralen Berlin der 1870er Jahre wurden, bei der zufließenden Spree beginnend, im Uhrzeigersinn als Radialsysteme I–V bezeichnet und bis 1880 erbaut.

Texto: Wikipédia em alemão, CC BY-SA 4.0. ·

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