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imposing behaviour
Term from behavioral biology
Type of behavior
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Als Imponierverhalten (englisch overawing) wird in der Verhaltensbiologie ein angeborenes, spezielles Droh- und Lockverhalten bezeichnet, das insbesondere auf rivalisierende Geschlechtsgenossen eine einschüchternde Wirkung ausüben soll. Es dient dazu, „die Vorteile der Aggression in Anspruch zu nehmen, ihre Nachteile aber in Grenzen zu halten.“ Die aus der Ethologie stammende Bezeichnung wird gelegentlich auch auf Elemente von Paarungsritualen während der Balz und im soziologischen Kontext auf den Menschen angewandt. Die Bezeichnung Imponierverhalten wurde von Oskar Heinroth – 1930 zunächst als Imponiergehabe – in die Verhaltensforschung eingeführt. 20 Jahre zuvor hatte er aber bereits am Beispiel des Höckerschwans diverse Körperhaltungen („Imponierstellungen“) beschrieben, darunter die Reaktion eines Schwans auf einen in sein Revier eingedrungenen Konkurrenten: Der von 1988 bis 2012 an der Universität Zürich lehrende Verhaltensökologe Heinz-Ulrich Reyer beschrieb 1974 das von ihm als Imponieren bezeichneten Verhalten wie folgt: Im Verlauf der Stammesgeschichte haben sich die als Imponierverhalten bezeichneten Verhaltensmuster (so die naheliegende Interpretation der Verhaltensforscher) entwickelt, da diese Form der Ritualisierung einen offenen Kampf zwischen Rivalen zu vermeiden hilft: Der schwächere kann einem Konflikt durch Flucht ausweichen oder ihn durch das Zeigen einer gleichfalls ritualisierten Demutsgebärde beenden, sodass für beide Tiere – da es zu keiner körperlichen Berührung kommt – das Verletzungsrisiko herabgesetzt wird. Häufig unterstützen Lautäußerungen die Drohwirkung beim Imponieren oder bilden in unübersichtlichem Gelände sogar das einzige Signal; ein bekanntes Beispiel hierfür ist das Röhren der Hirsche, aber auch das Betrommeln der eigenen Brust bei Gorilla-Männchen kann als Bestandteil ihres Imponierverhaltens interpretiert werden. Ähnlich deuten Ornithologen die Reviergesänge der Vögel während der Paarungszeit. Imponierverhalten nutzt dabei häufig sexuell selektierte Ornamente, d. h. auffällige Körpermerkmale oder akustische Signale, die laut Handicap-Prinzip auf die körperliche Fitness des Trägers oder „Senders“ schließen lassen. Das Imponierverhalten von Hunden ist gleichfalls durch eine arttypische Körperhaltung gekennzeichnet: Die Beine werden durchgedrückt, so dass eine maximale Körperhöhe erzielt wird; so vorhanden wird möglicherweise auch das Fell gesträubt; Kopf und Schwanz sind erhoben und auch die Ohren sind aufgestellt; das Tier knurrt, starrt den Gegner aber nicht direkt an, sondern hat den Blick leicht zur Seite gewendet. Imponierverhalten eines Hundes gegenüber einem Menschen deutet darauf hin, dass das Tier die betreffende Person in der Rangordnung nicht als über ihm stehend einschätzt und kann daher – wenn die Halter nicht gegen dieses Fehlverhalten angehen – eines Tages in offene Aggressivität umschlagen. Während der Paarungszeiten gipfelt erfolgreiches Imponierverhalten für den meist männlichen Sieger häufig in der Kopulation.
Text: German Wikipedia, CC BY-SA 4.0. ·